
Sanierung und Erweiterung Bühnen Köln

Ein revitalisiertes Kulturquartier für die Stadt
September 2026: Nach Jahren der Sanierung, Erweiterung und Modernisierung öffnen die Bühnen Köln wieder ihre Türen. Für die Stadt schließt sich damit eine zentrale Lücke, der Kölner Kulturlandschaft. Für HPP endet ein Projekt, für das wir über einen Zeitraum von mehr als 14 Jahren die architektonische Planung verantworteten. „Nun steht die Architektur wieder im Dienst dessen, wofür sie geschaffen wurde: als Ort für Oper und Theater, für Begegnung und Kultur, mitten in der Kölner Innenstadt.” Remigiusz Otrzonsek, Senior Partner HPP
Umfassende Bestandssanierung Die Bausubstanz wurde bautechnisch, bauphysikalisch und brandschutztechnisch generalsaniert, die Identität des Kulturensembles bewahrt
Ensemble weitergeschrieben Kinderoper und „Kleines Haus“ erweitern das Kulturensemble um zwei zusätzliche Spielstätten
Ein Ort – Vier Spielstätten über 1.200 Sitzplätze im Opernhaus, rund 700 im Schauspielhaus, bis zu 200 in der Kinderoper und 150 im „Kleinen Haus“
Das denkmalgeschützte Ensemble am Offenbachplatz, Ende der 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre nach Plänen von Wilhelm Riphahn errichtet, besteht ursprünglich aus Opernhaus, Schauspielhaus und den Opernterrassen. Die Sanierung sollte die architektonische Qualität und Identität dieses Kulturdenkmals bewahren und zugleich die Voraussetzungen für einen zeitgemäßen Kulturbetrieb schaffen. Die bestehenden Gebäude wurden dafür zeitweise auf Rohbauniveau zurückgebaut und denkmalgerecht wieder aufgebaut. Originaloberflächen wurden restauriert, historische Materialien wie Furniere, Naturstein und Rabitzdecken aufbereitet und verloren gegangene Farbkonzepte wiederhergestellt.
Im Zuge der umfassenden Erneuerung wurde das Ensemble um zwei zusätzliche Spielstätten erweitert: Das ehemalige Restaurant der Opernterrassen wurde zum Kleinen Haus des Schauspiels umgebaut. Darüber hinaus entstand unter dem Dirk-Bach-Platz eine neue Kinderoper, die das Raumangebot der Bühnen Köln nachhaltig ergänzt. So verbindet das Projekt den respektvollen Umgang mit der denkmalgeschützten Bausubstanz und gezielte bauliche Ergänzungen und führt das historische Ensemble behutsam in die Zukunft.
Die Bausubstanz wurde bautechnisch, bauphysikalisch und brandschutztechnisch generalsaniert. Das heutige Ensemble zeigt sich von außen attraktiver und von innen wesentlich funktionsfähiger:
Der südliche Riegel, der Anlieferhof und der Bereich zwischen den Werkstatttürmen wurden acht Meter tief unterbaut. Hier entstehen zwei neue Probebühnen, Kostümdepot und Technikzentrale für die gesamte Luftversorgung. Die Werkstätten sind von hier aus unterirdisch an alle Spielstätten des Ensembles angebunden.
Alle Funktionsabläufe wie Anlieferung, Zugang der Künstler und Angestellten sowie Besucherströme wurden optimiert. Die bestehenden Säle von Schauspielhaus und Oper wurden raumakustisch aufgewertet, so dass mit den neuen Spielstätten des kleinen Hauses und der Kinderoper ein Bühnenensemble entsteht, das höchsten Anforderungen an eine moderne und zukunftsfähige Spielstätte gerecht wird.
Für die unterirdische neue Kinderoper ist ein eigenständiger, barock inspirierter runder Saalkörper entstanden. Mit goldglänzender Oberfläche versehen, wird er über eine skulpturale Doppelhelix-Treppe elegant mit dem steinernen Foyer der Oper verbunden. Bis zu 200 junge Besucherinnen und Besucher werden hier künftig auf spielerische Weise an Musik- und Theaterkunst herangeführt.
Das „Kleine Haus des Schauspiels“ bietet eine neue Studiobühne mit variabler Topografie, absenkbarer Spielfläche und umlaufender Arbeitsgalerie für bis zu 200 Zuschauer und neue Formate. Der Baukörper selbst tritt bewusst zurück, damit Opernhaus und Schauspielhaus als gestaltprägende Bauten des Ensembles die Adresse am Offenbachplatz behalten.
Der große Offenbachplatz sowie der Dirk-Bach-Platz wurden im Zuge der Sanierung denkmalgerecht aufgewertet und durch kreisförmige Sitzbänke ergänzt. Der historische Brunnen und die Platzbeläge wurden restauriert und in ihrer ursprünglichen Qualität wiederhergestellt. Das erweiterte gastronomische Angebot mit Außengastronomie steigert zusätzlich die Aufenthaltsqualität und belebt die öffentlichen Räume.
Auch die angrenzenden Straßenräume wurden im Rahmen der Sanierung umfassend aufgewertet. Neue Baumstandorte, barrierefreie Stellplätze sowie eine Informationsstelle zu den Spiel- und Veranstaltungsinhalten der Bühnen Köln tragen zu einer verbesserten Orientierung, Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit des Quartiers bei.
- Projekt
- Sanierung & Erweiterung Bühnen
- Ort
- Köln
- Auftraggeber
- Bühnen der Stadt Köln
- Partner
- ARGE HPP + theapro + BRB Lindlar
- BGF
- 66.150 m²
- Fertigstellung
- 2026
- Nutzung
- Opernhaus, Schauspielhaus, Kinderoper, Kleines Haus, Probebühnen, Werkstätten, Gastronomie












